Glossar
Ohruntersuchung
Die Ohren gehören anatomisch gesehen mit zur Haut. Ohrentzündungen sind ein häufiger Grund Tiere beim Tierarzt vorzustellen. Dabei empfinden wir es als wichtig nicht nur Ohrenmedikamente abzugeben sondern eine möglichst genaue Diagnose zu stellen. Dafür ist zunächst die Untersuchung des Gehörgangs mit einem Otoskop erforderlich. Ein beleuchteter Trichter, z.T. mit angeschlossener Videokamera wird ins Ohr eingeführt um den äusseren Gehörgang und Trommelfell zu beurteilen
Die Abbildung zeigt den entzündeten Gehörgang eines Hundes mit vermehrt gebildetem braunen Ohrenschmalz (Cerumen) im unteren Bereich des Bildes auf dem weissen Trommelfell.

Um eine Ursache der Entzündung zu finden muss auch eine Untersuchung dieses Cerumens und Exsudates (vermehrt gebildete Flüssigkeit) stattfinden. Wir untersuchen zunächst einen Abstrich in unserem eigenen Labor um möglichst schnell eine Behandlung der Ursache durchführen zu können. Die Abbildung zeigt den Abstrich eines entzündeten Hundeohres. Bei den birnenförmigen violetten Gebilden handelt es sich um Hefepilze (Malessezia), ein häufiger Erreger von Ohrenentzündung, der natürlich nicht auf antibiotika reagiert.
Spätestens bei ausbleibender Besserung oder bei eitrigen Entzündungen werden Proben in spezialisierte tiermedizinische Labors geschickt.