Glossar

Hauterkrankungen durch Parasiten, Hautpize und bakterielle Infektionen

Sehr häufig sind Hautparasiten der Grund für häufiges Kratzen und dadurch verursachte Wunden und Krusten. Bei starkem Befall haben die Tiere durch den ständigen Juckreiz kaum Zeit zum fressen und magern zusätzlich ab. Die  Behandlung  von Hautparasiten richtet sich danach, ob die Parasiten sich auf  der Hautoberfläche (z.B. Läuse, Haarlinge, Pelzmilben, etc) oder in den Hautschichten (z.B. Grab- oder Räudemilben) befinden. Dementsprechend verwenden wir zur Diagnostik Hautgeschabsel, Abklatschpräparate, Woodsche Lampe und Trichogramme, ähnlich wie in der Dermatologie beim Kleintier. Die Abbildung zeigt eine Ratte mit starken Hautveränderungen an den Ohren durch einem Milbenbefall

 

Ein weiteres, häufig anzutreffendes Hautproblem sind Infektionen mit Hautpilzen. Mögliche (unspezifische)  Symptome sind Haarausfall, Rötungen, Schuppen und mehr oder weniger stark ausgeprägter Juckreiz. Hautpilze der Gattung „Microsporum“ können häufig mit der Woodsche Lampe diagnostiziert werden. Hautpilze aus der Gattung  „Trichophyton“ müssen auf Nährböden im Labor angezüchtet werden, damit sie genauer bestimmt werden können. Da es sich bei Hautpilzerkrankungen um sog. Zoonosen, also auf den Menschen übertragbare Erkrankungen handelt, ist es hier umso wichtiger, eine gründliche Diagnostik und eine adäquate Behandlung einzuleiten.

 

Die Abbildung zeigt ein Kaninchen mit haarlosen schuppigen Hautveränderungen durch eine Hautpilzerkrankung

Hauterkrankungen, die primär durch Bakterien verursacht werden, kommen zwar auch beim Nager vor, sind aber weitaus seltener anzutreffen, als bei anderen Kleintieren. Meist siedeln sich Bakterien als sog. Sekundärerreger auf  z.B. durch Parasiten oder Hautpilze vorgeschädigten Hautarealen an und verschlimmern dadurch das Krankheitsbild zusätzlich.

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